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23.01.12012 | Projekt „Startbahn: Existenzgründung“ für weitere zwei Jahre gesichert

Sozialminister übergab Bewilligungsbescheid über 1,53 Millionen Euro – Neue Beraterin für Existenzgründer mit Migrationshintergrund

Neumünster/Meldorf – Das Projekt „Startbahn: Existenzgründung“ kann für weitere zwei Jahre fortgeführt werden. Im Rahmen einer Feierstunde übergab Dr. Heiner Garg, Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein, in Neumünster einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 1,53 Millionen Euro an Projektleiterin Martina Hummel-Manzau von der egeb: Wirtschaftsförderung. Während der Veranstaltung wurde zudem eine neue Beraterin für Existenzgründer mit Migrationshintergrund vorgestellt.

Diesem Thema widmete sich auch der Minister in seiner Ansprache. „Bisher sind Bürger mit Migrationshintergrund, die sich selbstständig machen wollen, viel zu wenig in den Fokus der Politik gerückt. Angesichts des Fachkräftemangels und des erhöhten Arbeitslosenanteils bei diesem Personenkreis können wir uns das nicht mehr leisten“, sagte Dr. Garg im Innovationszentrum LOG-IN. Zur Finanzierung der Existenzgründungsinitiativen in Schleswig-Holstein sagte der Minister: „Angesichts einer steigenden Zahl von Neugründungen ist eine gründliche Finanzierung und Beratung sowie eine gezielte Begleitung wichtig, um sich als Neugründer auf dem Markt behaupten zu können.“

Seit Gründung des Projekts „Startbahn: Existenzgründung“ haben mehr als 3000 Arbeitssuchende in den vergangenen vier Jahren die Seminare und Einzelberatungen durchlaufen. Die Existenzgründer werden dabei umfangreich und „ganzheitlich“ von der Idee bis zur Gründung begleitet. Die Maßnahmen finden dezentral in entsprechend ausgestatteten Zentren und Akademien für Teilnehmer aus den Kreisen Dithmarschen, Steinburg, Rendsburg-Eckernförde, Pinneberg und Segeberg sowie aus der Stadt Neumünster statt. Damit deckt das Projekt etwa 40 Prozent der Fläche Schleswig-Holsteins ab.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Etwa 2100 Teilnehmer machten sich selbstständig. „Damit haben wir die wesentlichen Ziele unseres Projektes, nämlich die Schaffung von langfristigen Perspektiven für die Absolventen und Arbeitsplätzen für die Region erreicht“, freut sich Martina Hummel-Manzau. Die meisten Existenzgründer stammen dabei aus den Bereichen Dienstleistung, Handel, Sozial- und Gesundheitswesen sowie Handwerk.

Mit dem Förderbescheid kann jetzt auch ein neues Beratungselement auf den Weg gebracht werden. Künftig soll zentral in Neumünster für alle Kooperationspartner des Projekts die Migrationsberaterin Edyta Nickelweit, eine gebürtige Polin, als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. „Wir erhoffen uns dadurch einen höheren Anteil von Existenzgründern mit einem Migrationshintergrund“, erläutert Martina Hummel-Manzau. „Die Kollegin kann dabei auf die speziellen Erfordernisse und Probleme der Seminarteilnehmer eingehen.“

Entwickelt hat sich das Projekt „Startbahn: Existenzgründung“ unter der Trägerschaft der egeb: Wirtschaftsförderung aus verschiedenen Vorgängerprojekten, in denen es ebenfalls um die Beratung und Begleitung von Existenzgründern ging. Seit dem Beginn im Jahre 2008 wurden die Einzelmaßnahmen ständig fortentwickelt und ausgebaut. Mit anderen Projekten und Trägergesellschaften erfolgt ein regelmäßiger Austausch über die bestmöglichen Modelle. Dabei spielen weder Landes- noch Staatsgrenzen eine Rolle. Auch mit Kooperationen in Dänemark wird regelmäßig über das Thema „Best Practice“ diskutiert.

Insgesamt verkörpert „Startbahn: Existenzgründung“ einen Zusammenschluss von Wirtschaftsförderungseinrichtung, Bildungsträgern und Gründerzentren unter Trägerschaft der egeb: Wirtschaftsförderung. Sie arbeiten dabei eng mit den Agenturen für Arbeit, den Jobcentern und den Kammern zusammen.

Finanziert wird „Startbahn: Existenzgründung“ vom Zukunftsprogramm Arbeit des Landes Schleswig-Holstein aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.


Das Projekt im Internet: http://www.start-bahn.de/

Übergabe Bewilligungsbescheid

Von links: Carsten Ludwig, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Neumünster, Guido Schwartze, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Neumünster GmbH, Sozialminister Dr. Heiner Garg, Oberbürgermeister der Stadt Neumünster Dr. Olaf Tauras sowie der Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek (Foto HBB)

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